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from Gedankenwuschel

Die Vorgesetzte bestimmt gerne, was ich zu tun und zu lassen habe. Ein Beispiel habe ich hier schon genannt.

Diese Vorschriften macht sie auch in der Art, wie ich mit anderen dienstlich kommuniziere. Sie schreibt mir vor, dass ich mit den Kundinnen und Kunden telefoniere. Die schriftliche Kommunikation soll ich sein lassen.

Die Chefin scheint nicht zu verstehen, dass Menschen unterschiedlich sind. Dass es Menschen gibt, die es wenig Kraft kostet zu telefonieren. Oder andere, für die dies aufreibend ist und die wesentlich besser und kraftsparender schriftlich kommunizieren können.

Außerdem bin ich ein Freund davon, Anfragen von Kundinnen und Kunden direkt so zu beantworten, wie sie an uns gestellt wurden und hier das Medium nicht zu ändern. Oft ist es nämlich so, dass die Menschen das Medium wählen, das ihnen eher liegt.

Auch hierfür habe ich noch keine gute Lösung gefunden, um für mich damit gut umzugehen.

#chefin #aggression #übergriff

 
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from Balkonwurm

Roter Kompostwurm

Deine Wurmkiste startest Du mit zerkleinerten Bioabfällen, Zeitungspapier und in kleine Schnipsel zerrissene Pappe.

Titelbild: Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0, Fotograf: Rob Hille

Die Wurmkiste kann auch Wurmcafé, Wurmkomposter oder Wurmbox heißen.

Karton und Papier

Bei der Pappe ist wichtig, dass diese unbehandelt ist. Also keine besondere Färbung, Bedruckung oder Aufkleber hat. Geeignet sind auch die Papierkartons, in denen Du Erdbeeren oder Himbeeren kaufen kannst oder Eierkartons.

Die Pappschnipsel und das Zeitungspapier bilden die Basis. Sie sind für die Würmer einen Schutzraum, saugen überschüssige Flüssigkeit auf und die Würmer können ihre Eier darin ablegen. Letztlich wird der Zellstoff in den Kompost eingearbeitet. Daher wirst Du von dem Karton und dem Papier am Ende nicht mehr viel sehen.

Papierschnipsel in einer Obstbox Bild vergrößern

Bioabfall

Darauf legst oder streust Du den Bioabfall. Alles, was scharf (Chili, Knoblauch, Zwiebel, Ingwer), exotisch (Zitrusfrüchte, Bananen), besonders hart (manche Wurzelteile, Zwiebelschalen), tierischen Ursprungs (Fleisch, Käse, Wurst) oder gegen Würmer ist (Lauch), lässt Du dabei draußen. Eine Ausnahme sind zerkleinerte oder gemahlene Eierschalen. Sie helfen den Würmern und dem Kompost.

Karotten und Salatgurkenschalen Bild vergrößern

klein geschnittene Karotten-, Gurkenschalen und Apfelbutzen Bild vergrößern

Mikroorganismen und Kompostwürmer

Je kleiner Dein Bioabfall geschnitten ist, desto einfacher können die Mikroorganismen und Pilze diesen bearbeiten und verrotten. Das liegt an der größeren Oberfläche, die dann zur Verfügung steht. Die Mikroorganismen, Pilze, Pflanzen- und Erdbestandteile bilden die Nahrung Deiner Kompostwürmer.

Wenn Du Deine Würmer online kaufst, ist in der Regel ein Substrat oder etwas Kompost dabei. In diesem sind genügend Mikroorganismen für den Start Deiner Box. Wenn Du die Würmer von einem Komposthaufen, einer anderen Wurmbox oder unter anderem einem Pferdemisthaufen bekommst, achte darauf immer auch einer Handvoll von diesem mitzunehmen. Gib die Würmer mit dem Substrat in die Wurmkiste.

Für den Start einer Zwei-Personenhaushalt-Wurmkiste reichen Würmer im Preisbereich von 15 bis 25 €. Das sind dann etwa 250 bis 500 Stück.

Nahaufnahme der Kompostwürmer Bild vergrößern

Wurmarten

Eine der folgenden Wurmarten eignen sich für die Wurmbox. Manchmal gibt es auch eine Mischung aus mehreren Sorten. Wichtig ist, dass es Kompostwürmer sind. In Deutschland soll es etwa 33 Arten geben. Verbreitet sind die folgenden:

Vergleich von Wurmpaketen

Gute Erfahrungen habe ich auch beim Kauf über Kleinanzeigenportale gemacht.

 
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from HDValentin

Ich habe hier viele Anleitungen geschrieben, wie Du Deine Texte und Deinen Blog mittels WriteFreely gestalten kannst. Was ich bisher vergessen hatte, ist eine Antwort auf die Frage: Wie komme ich an ein WriteFreely, um es für meine eigenen Texte zu verwenden?

Eine WriteFreely-Instanz finden

Als reine Autorin oder Autor, also Anwender:in der Software suchst Du Dir am besten einen WriteFreely-Server, der eine Registrierung von neuen Benutzern erlaubt.

Bitte achte vorher darauf, wer den Server betreibt und schaue, ob Du der Person oder Firma auch genügend Vertrauen schenken kannst.

Den Text, den Du gerade liest, liegt auf dem Server von Hagen. Ihm vertraue ich, dass er diesen auch in den nächsten Jahren noch betreiben kann und er regelmäßig Datensicherungen macht.

Seine Instanz unter write.fimidi.com ist für neue Registrierungen geschlossen. Du kannst Dich dort neu anmelden, wenn Dir jemand einen Einladungslink gibt. Ich kann Dir einen Einladungslink zusenden. Bitte schreibe mir eine kurze Nachricht.

Unter the-federation.info/writefreely findest Du eine Übersicht der WriteFreely-Instanzen. Sie werden hier „Nodes“ genannt. Mit einem Klick auf „Open signups“, in der Überschrift der Liste, kannst Du die Liste nach offenen Instanzen sortieren. Macht er das nicht, klicke noch einmal.

Bitte denke auch daran, der Person, die die Instanz betreibt, etwas zurückzugeben. Zum Beispiel in Form einer jährlichen Überweisung.

Die Firma hinter der Entwicklung von WriteFreely betreibt unter write.as einen eigenen Server. Das Schreiben ist hier kostenpflichtig.

Hier gibt es auch einen bezahlten Service, wenn Du Dein eigenes WriteFreely selbst betreiben möchtest, jedoch technisch unerfahren bist: writefreely.host.

Auf dem eigenen Server installieren

WriteFreely kannst Du auf dem eigenen Server selbst installieren. Dies klappt natürlich nur, wenn Du technisch versiert bist.

Informationen und Anleitungen zur Installation auf dem eigenen Server findest Du unter folgenden Links:

 
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from Schwarmschwärmerei

Ein kleines Vorwort:

Ich habe jetzt schon etwas länger keinen Beitrag veröffentlicht. Leider haben mich Herausforderungen des realen Lebens mich so in Anspruch genommen, dass ich mir keine Zeit zum Schreiben nehmen konnte. Ich werde versuchen, wieder etwas mehr zu schreiben, damit ich mit meinem Blog auch zeitlich wieder auf gleicher Höhe wie die Realität bin.


Wenn ich mit etwas Neuem beginne, recherchiere ich gerne gründlich. Ich bin auch kein Freund von “Das haben wir schon immer so gemacht!”

Als ich damals das erste Mal Honig bei meiner (zu der Zeit noch nicht) Imkerpatin kaufte, erzählte sie mir, dass sie seinerzeit mit Magazinbeuten im Deutschnormal-Maß begonnen hat, weil das in unserer Gegend eben am meisten verbreitet und so der Austausch von Material und Bienenvölkern unter den Imkern auch am einfachsten war. Sie äußerte, dass sie zwar gerne auch mal andere Systeme probieren würde, dies aber nicht ganz so einfach sei wegen der Menge an vorhandenem und für Experimente neu benötigtem Material.

Magazinbeuten sind diese klassischen, viereckigen Boxen, die man heutzutage bei fast jedem Imker sieht. Magazinbeuten bestehen aus einer oder mehrerer sogenannter “Zargen”, also einzelne Etagen, welche die Rähmchen enthalten, in welchen Mittelwände aus Wachs eingearbeitet sind. Diese Mittelwände bauen die Bienen dann aus mit ihrem Wabenwerk. Der Einsatz von Mittelwänden soll den Bienen die Arbeit erleichtern, der Einsatz von Rähmchen dagegen dem Imker. Magazinbeuten gibt es in verschiedenen Standardgrößen, die wohl bekanntesten sind “Deutschnormal” (auch DNM abgekürzt), “Zander” und “Dadant”. Darüber hinaus gibt es noch viele andere Größen, Untergrößen und regionale Besonderheiten.
Das Imkern in Magazinbeuten ist die Betriebsweise, die man in der konventiellen Imkerei lernt und die dort weitestgehend als einzige vernünftige Betriebsweise proklamiert wird.

Angeregt durch die Aussage meiner Imkerpatin und meinen Wunsch, bienengerecht zu imkern, fing ich also an zu recherchieren und stieß schließlich auf den “Barefoot Beekeeper” Philip Chandler. Fragt mich bitte nicht wie, ich bin einfach irgendwann bei seinen Videos gelandet. Insbesondere sein in den Videos erkennbarer ruhiger, natürlicher Umgang mit den Bienen hat mich beeindruckt, so dass ich alle Videos von ihm gesehen und alle Bücher und Texte von ihm gelesen habe.

Philip Chandler geht einen Mittelweg zwischen der exzessiven Bienenhaltung, dem “Honey Farming”, wie er es nennt, und der “Bienenkonservierung”, bei der dem Bienenstock nichts hinzugefügt und nichts entnommen wird. Er nennt diesen Weg “Balanced Beekeeping”. Dabei können tiermedizinische Behandlungen erfolgen, müssen aber nicht. Eine Entnahme von Bienenprodukten erfolgt nur, wenn reichlich vorhanden ist und die Entnahme dem Bien nicht schadet. Steuernde Eingriffe sollen so gering wie möglich gehalten werden und vor allem nicht zur Ertragssteigerung erfolgen.

Die vom Barefoot Beekeeper bevorzugte Bienenbehausung ist der Kenyan Top Bar Hive (kTBH), eine Oberträger-Trogbeute, die ursprünglich für die Imkerei in Kenia erdacht wurde, um dort die Imkerei für die Bevölkerung einfach und günstig zugänglich zu machen. Die kTBH kann selbst aus wenig Material und mit geringem Werkzeugeinsatz hergestellt werden. Bei der kTBH bauen die Bienen ihr Wabenwerk selbst an Oberträgern, ohne Rähmchen. Durch die Trapezform können die Bienen ihre Waben natürlich und ohne leeren Raum bauen. Zudem werden dadurch kalte Ecken vermieden.

In seiner Definition als Imker sieht sich der Barefoot Beekeeper weniger als Bienenhalter (Beekeeper) sondern mehr als Bienenpfleger oder Bienenhirte.

All das, was ich gelesen und gesehen habe, auch hinsichtlich anderer Systeme und Betriebsweisen, hat mich davon überzeugt, dass das Balanced Beekeeping genau das Richtige für mich ist. Und somit steht für mich fest:

Ich bin Shadowsword, Bienenhirte.

 
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from ybaumy

Der Beitrag wurde ebenfalls auf gnulinux.ch veroeffentlicht.

Misskey ist eine Micro-Blogging Plattform, die mit ihrer Vielfallt an Funktionen punktet.

Misskey ist wie Mastodon und Pleroma ebenfalls eine Micro-Blogging Plattform. Entwickelt und entstanden ist die Plattform in Japan, was sich immer noch an den englischen Übersetzungen auf der Homepage Misskey-Hub widerspiegelt. Das Projekt ist ebenfalls auf Github zu finden. Auch hier sind viele Issues in Japanisch. DeepL schafft hier Abhilfe bei Übersetzungen.

Das mag auf den ersten Blick Nutzerinnen und Administratorinnen abschrecken.

In Europa ist Misskey immer noch eher unbekannt, da der Platzhirsch Mastodon, hier vor allem durch grosse Instanzen, den Blick bei Endusern für Alternativen versperrt. Auch Misskey kommuniziert über das Activity-Pub Protokoll und ist somit in der Lage mit Mastodon, Pleroma, Pixelfed, Peertube, Writefreely, Friedica und Co. zu kommunizieren.

Auf den ersten Blick erschien mir das Interface sehr ungewohnt und überladen mit neuen Funktionen.

Die Features im Einzelnen

Hier eine Übersicht der wichtigsten Features.

Die Entwicklerinnen von Misskey verfolgen den Ansatz, eine möglichst zentrale Plattform für Social-Media zu erstellen und sich nicht nur auf den Aspekt des Micro-Blogging zu beschränken.

Ein inzwischen für viele Nutzerinnen wichtiger Aspekt ist die Zeichenanzahl für Posts. Der Standard beträgt hier 3000 Zeichen und ist inzwischen nicht mehr über das Administrationsmenü konfigurierbar. Hier waren vor einiger Zeit noch bis zu 8000 Zeichen möglich.

Timelines

Wie bei Mastodon gibt es verschiedene Default Timelines, die sich in Home (alle Personen, denen gefolgt wird), Local (alle Posts auf der lokalen Instanz) und Global (alle Posts von Instanzen, die sich über Federation verbunden haben) gliedern.

Lists

Einzelne User können in Listen gruppiert und auch als Timeline angezeigt werden.

Antennas

Genau wie bei Listen, können über Antennas Gruppierungen erstellt werden, hier jedoch über Keywords Matching und/oder Excludes, die entweder globale oder bestimmten Personen dann eine Timeline befüllen.

Drive

Misskey verfügt über die Möglichkeit, Dateien direkt auf der Plattform abzulegen und auszutauschen. Die maximale Drive-Kapazität kann je nachdem, was auf administrativer Seite eingestellt wurde, variieren.

Dieses Feature bringt unter Umständen natürlich maximale Probleme für Administratorinnen mit sich, denn es kann nicht kontrolliert werden, was für Dateien abgelegt werden und ob hier Copyright Verletzungen vorliegen, was auch rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.

Chat

Ein Feature, das ich wirklich bei Mastodon vermisst hatte, ist die Chat-Möglichkeit, wo sich der Gesprächsverlauf wie bei anderen Chat-Programmen darstellt und so eine flüssigere Kommunikation mit einzelnen Personen oder auch Gruppen geführt werden kann.

Pages

Pages können wie ein Blog genutzt werden. Neben einfachen Textinhalten gibt es hier die Möglichkeit Javascript zu nutzen. Ferner werden sogenannte Blocks unterstützt, mit denen der Inhalt gestaltet werden kann.

Channels

Channels können z. B. thematisch genutzt und es kann ihnen gefolgt werden. Es sind im Prinzip abgeschlossene Public Timelines, in denen Posts erstellt werden können.

Die Gallery ist im Prinzip ein Imageboard wie Pixelfed, um Bilder zu teilen. Was mir hier neben der Like-Funktion fehlt, ist definitiv die Möglichkeit Kommentare zu hinterlassen.

Widgets

In der rechten Seitenleiste finden befinden sich Widgets, die komplett angepasst werden können.

Verfügbare Widgets sind:

Ich selbst nutze die rechte Seite für Notifikation und eine Liste meiner regulären Kontakte.

User Settings

Die User Settings sind sehr umfangreich. Neben persönlichen Einstellungen und Einstellungen für die Timeline finden sich hier Möglichkeiten das Interface noch weiter zu verändern. Es ist z. B. auch möglich, die Navigation Bar selbst, mit Funktionen und in der Reihenfolge zu verändern.

Achtung! Einstellungen können über “Preference Backups” gesichert werden. Passiert dies nicht, dann sind alle Einstellungen, die ansonsten nur über Cookies gespeichert sind, neu eingestellt werden, dies gilt auch, wenn z. B. auch ein anderer Browser verwendet wird.

Andere Besonderheiten

Posts unterstützen Markdown Format, was z. B. beim Teilen von Code-Snippets sehr nützlich sein kann.

Für Administratoren

Es gibt hier sehr viele Features, die sich von Mastodon abgrenzen.

Für mich sind, die direkte DeepL Integration für Übersetzungen von Posts direkt in der Timeline und die Möglichkeit S3 kompatiblen Object Storage zu konfigurieren, um z. B. Minio zu nutzen, wichtig.

Mobile und CLI

Mobile (IOS)

Der grösste Schwachpunkt ist für mich, dass es keinen guten mobilen Client auf IOS gibt. Hier gibt es Misscat, ein Projekt, dass seit über einem Jahr kein Update erhalten hat.

Die verfügbaren Mastodon Clients funktionieren nicht. Wie es auf der Android-Seite aussieht, kann ich nicht beurteilen.

Persönlich nutze ich inzwischen den Brave-Browser, denn mit Firefox hatte es Probleme gegeben, auf IOS. Ich bin aber wirklich niemand, der ausgiebig sein Mobile Device für Social-Media nutzt.

CLI

Es fehlen wie bei Mobile ebenfalls gute CLI Clients. Ich habe für mich ein API Script geschrieben, welches via Curl, automatische Posts generiert.

Fazit

Ich nutze Misskey nun fast ein ganzes Jahr und würde nur ungern wieder auf Mastodon zurückgehen. Ich betreibe selbst noch eine leere Mastodon Instanz, vor allem, um hier neue Features mitzubekommen.

Ist Misskey für mich die richtige Plattform? Es würde mir sicherlich mehr bringen, wenn es mehr User auf meiner Instanz geben würde und ich so mehr Features nutzen könnte. Trotzdem finde ich das Interface hübscher und anpassungsfähiger. Dazu kommt, dass hier aktiv entwickelt wird und nach und nach Features ausgereifter werden, denn noch nicht alles ist perfekt.

Aus administrativer Sicht verbraucht Misskey auch weniger Ressourcen für eine Single User Instanz, aber es kommt hier auch etwas darauf an, mit wie vielen Instanzen diese sich in Federation befindet.

Wie schon oben erwähnt verfolgt Misskey den Ansatz möglichst alle populären Features von Social-Media auf einer Plattform abzubilden. Aus dem Blickwinkel von Dezentralisierung kann das unter Umständen nicht optimal sein, denn für Nutzerinnen entsteht dann auch rasch eine Lock-In Situation, in der Userinnen mit ihren Daten, wie Text Posts bis hin zu Blogs und Dateien, dann auf diese Plattform angewiesen sind. Da stellt sich schnell die Frage, wie ist es denn um Datensicherheit und Verfügbarkeit gestellt? Das wiederum ergibt neue Herausforderungen für Administratorinnen, um hier den Ansprüchen von Nutzerinnen gerecht zu werden. Eine Migration auf eine andere Instanz wird dadurch erschwert und auch die Flexibilität hinsichtlich der Plattformauswahl, also z. B. zurück zu Mastodon, eingeschränkt.

Für Userinnen, die keinen IT-Hintergrund haben, könnte die Anzahl der Funktionen anfangs doch sehr überwältigend erscheinen.

Die mangelnde Unterstützung für Mobile Devices könnte Misskey potenzielle Nutzerinnen kosten. Das ist schade!

Grundsätzlich finde ich inzwischen schwierig, die rechtliche Seite im Fediverse zu beurteilen, vor allem wenn es sich um den Betrieb von Public Instanzen handelt. Dies gilt aber für alle Dienste im Fediverse.

Liste der Instanzen Support auf Patreon


verfasst von ybaumy am 25.09.2022

 
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from raspel

Im Gegensatz zur Sicherung der eigenen Benutzerdaten, lege ich hier andere Maßstäbe an. Hier verwende ich Generationen von Sicherungen. Worin unterscheiden sich einzelne Art der Sicherung?

Strategie

Ohne jetzt eine vollständige Abhandlung darüber zuschreiben, werden hier zwei typische Arten erwähnt: * Inkremetelle Sicherung * Differenzielle Sicherung

Der Unterschied liegt im Bezug der jeweiligen Art zur Vollsicherung. Bei der Inkementellen Sicherung bezieht sich jede inkrementelle Sicherung auf seinen Vorgänger: > Vollsicherung <— Inc1 <— Inc2 .... Diese Art braucht weniger Platz beim Sichern. Allerdings müssen alle inkrenetellen Sicherungen bei einer Rücksicherung zurück gespielt werden.

Anders die Differenzielle Sicherung. Hier beziehen sich alle Differenz-Sicherungen auf die Vollsicherung: > Vollsicherung <— Diff1 > Vollsicherung <— Diff2 > ... Diese Art verbraucht deutlich mehr Platz. Beim Restore braucht nur die Vollsicherung und die letzte differerenzielle Sicherung zurück gespielt werden.

Ausschluss von Verzeichnissen

Ein zweiter Aspekt ist, dass nicht alle Verzeichnisse gesichert werden dürfen. Ein Teil der Verzeichnisstruktur ist ein Spiegel des Linuxkernels und somit dynamisch:

/proc /run /srv /sys

Andere können externe Daten enthalten, die also nicht zur Sicherung des Rootdateisystems gehören oder an anderer Stelle gesichert werden:

/media /mnt /home

Nach einem Restore müssen diese Verzeichnisse von Hand angelegt werden.

Sicherungstool

Auch hier gibt es eine große Anzahl von Tools, die mehr oder weniger gut sind. Da ich ein Fan von “Bordmitteln” bin, verwende ich hier das alte und ehrwürde tar. Dieses Tool gibt es seit Anbeginn der Unixzeit und diente ursprünglich dazu, auf Bandgeräte zuzugreifen: Tape Archiver.

Vorgehensweise

Ohne Script wird es doch unübersichtlich. Also packen wir soviel wie möglich in Umgebungsvariable. Das ganze ist ein Ausschnitt aus einem Script. Wo sollen die Backups liegen? Das kann ein Share im Netz oder eine USB-Platte sein:

TARGET=“$ROOT/$BACKUPFILE-$LEVEL.$EXT”

Die Datei für die Zeitstempel des Kommandos tar

STAMPDAT=“$ADM/$BACKUPFILE-stamp.dat”

Mit welchen Optionen soll tar verwendet werden:

TAROPT=“—xattrs —xattrs-include=* —totals -g $STAMPDAT”

Hier müssen wir doch einmal kurz auf die einzelnen Parameter eingehen. Ein “RtfM” ist hier wirklich nicht angebracht.

—xattrs bzw. —xattrs-include

Neben den Unixrechten für Owner, Gruppe und Welt, gibt erweiterte Attribute, die man sich mit lsattr und Co ansehen und verändern kann. Diese zusätzlichen oder erweiterten Attribute von Dateien werden nur mit gesichert, wenn diese Optionen gesetzt sind. Es kann zu unerwünschten Seitenefekten kommen, sichert man sie nicht mit.

—totals

Gibt am Ende eine kurze Statistik aus. Kann man machen, muß man aber nicht.

-g $STAMPDAT

Hier wird die Datei angegeben, wo tar die Inkremente verwaltet.

Die Quellverzeichnisse:

QUELLE=“/vmlinuz* /initrd.img* /bin /boot /dev /etc /lib* /opt /root /run /sbin /tmp /usr /var”

Zum Schluß das gesamte Kommando:

tar $TAROPT —totals -g $STAMPDAT -czf $TARGET $QUELLE

Das ganze Script

Das Script legt eine Generation von Sicherungen über 14 Tage an. Wer an dem Script Interesse hat, wende sich über meine Kontaktdaten an mich. Über mich

Fazit

Wer das alles bis zu Ende verfolgt hat, stellt sich die Frage, wie sichert man so eine Sicherung zurück. Alle Welt will zurücksichern, aber keiner will sichern. Ein Backup taugt nur, wenn die Rücksicherung auch funktioniert. Bei einem Totalausfall eines Datenträgers zeigt sich die Wahrheit... Fehlen nur einzelne Dateien, wie auch immer, ist es nicht allzu schwierig, Daten zurück zuholen. Wie auch immer, ob mit tar, rsync oder einem anderen Tool, erstelltem Datenträger, muss man einen neuen Datenträger zu Schluß bootfähig machen. Dazu mehr im nächsten Teil...

 
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from raspel

Manchmal braucht man unter Linux schnell eine Übersicht der verwendeten Hardware. Da gibt es ein Rudel von Kommandos, die aber immer nur einen Teil des Ganzen abbilden. Da hilft inxi ... Installation unter debianoiden Systemen:

$ apt install inxi

inxi hat eine grosse Anzahl von Parametern... Es sind einfach zu viele, um sie zu beschreiben. Seht selbst:

$ inxi —help

Und schon geht es los:

$ inxi -F

inxi at work

 
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from raspel

Hier will ich grob zeigen wie man vorgeht, einen einfachen Router aufzubauen. Dies stellt keine vollständige Anleitung dar.

Hardware

Bei den heutigen Bandbreiten unserer Festnetzanschüssen brauchen wir auf jeden Fall Gigabit für das Netzwerk. Um diese IO-Last zu gewährleisten, benötigen wir mindestens etwas wie einen Raspberry 4. Dazu kommt ein USB-3-Lan-Adapter. Beides ist bei fast allen gängigen Kistenschiebern erhältlich.

Installation eines Betriebssystem

Da ich seit langem mit Debian arbeite, verwende ich auch diese Distribution. Zu Installation verweise ich auf die Dokumentation von Debian:

Debian Installation Debian Wiki

Während des Installationsvorgang wird im Debian-Installer ein sogenannter Tasksel ausgeführt. Hier bitte alle Desktops wie Gnome und Co. abwählen. Sie sind hier überflüssig. Was wir brauchen ist der SSH-Server. Der sollte gleich mit installiert werden.

Welche Tools brauchen wir

Ich habe immer gern ein paar Tools an Bord, die so nicht dabei sind

  • mc
  • aptitude
  • netstat

Einfache Policy

Wir wollen einfach nur mit unseren PC und Endgeräten ins Internet. Dabei soll von aussen auf unsere Geräte kein Zugriff möglich sein. So machen es die Router der Provider auch.

Einfaches Routing

Seit der Version 11 von Debian kommt nftables statt iptables zum Einsatz. Da ich weiterhin iptables verwenden möchte, ist folgender Schritt als root nötig:

$ update-alternatives —config iptables Es gibt 2 Auswahlmöglichkeiten für die Alternative iptables Auswahl Pfad Priorität Status * 0 /usr/sbin/iptables-nft 20 automatischer Modus 1 /usr/sbin/iptables-legacy 10 manueller Modus 2 /usr/sbin/iptables-nft 20 manueller Modus

Wir wählen “1” aus und benutzen den reinen iptables als Paketfilter.

Nun wird das Forwarding im Kernel aktiviert:

$ sysctl -w net.ipv4.ip_forward=1

oder

$ echo 1 > /proc/sys/net/ipv4/ip_forward

Um diese Einstellung persistent zu machen, setzen wir in der Datei /etc/sysctl.conf folgende Zuweisung ein:

net.ipv4.ip_forward = 1

Wir haben 2 Netzwerkschnittstellen. * eth0 zeigt auf das interne Lan * eth1 zeigt auf den DSL-Router

Wir setzen die Maskierung der Pakete ein, die ins Internet geschickt werden. Das heist, alle Pakete werden mit der IP des Interface eth1 maskiert. Der DSL-Router sieht also nur Pakete von dieser IP:

$ iptables -t nat -A POSTROUTING -o eth1 -j MASQUERADE

Im Groben und Ganzen sind wir hier fertig. Mehr macht der DSL-Router auch nicht.

NAT oder nicht?

Warum passiert diese Maskierung überhaupt? Ein kleiner Ausflug in die Welt der IP... Per Definition gib es drei Subnetze bei IPv4, die nicht im Internet geroutet werden:

10.0.0.8/8 172.16.0.0/12 192.168.0.0/16

Eines dieser Netzbereiche wird hinter der DSL-Box verwendet. So auch bei meiner:

192.168.178.0/24

Die Zahl hinter dem “/” sagt aus, wieviele IP sich dahinter verbergen:

/8 = 2^24= 16.777.216 /12 = 2^20= 1.048.576 /24= 2^16 = 65.536

Fazit

So wir vorgegangen sind, werden unsere Pakete zweimal maskiert oder “genattet”. Einmal von unserem eigenen Router und ein zweites Mal von der DSL-Box. Das Maskieren auf unserem Router ist eigendlich nicht notwendig, da das ja die DSL-Box für uns erledigt. Es kostet einfach nur Rechenleistung.

Dieser Teil sollte nur einen Einstieg in ein sehr komplexes Thema vermitteln. Vieles habe ich aus Gründen der Übersicht stark vereinfacht oder auch weg gelassen. Im nächsten Teil machen wir einen Ausflug in das DNS und DHCP, um zu verstehen, warum diese Dienste auch für den Betrieb eines eigenen Routers oder Firewall wichtig sind.

Wikipedia: Private IP Wikipedia: IP Debian Installation Debian Wiki

 
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from raspel

Oft stellt man fest, dass die Root-Partion der Linuxbüchse voll gelaufen ist... Was tun? Wie findet man große Dateien, die man eventuell löschen kann?

Als root:

apt install ncdu ncdu /var ncdu /usr

Mittels einer kleinen ncures Oberfläche kann man schnell durch die beiden Hauptverdächtigen durchgehen...

Fertig!

 
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from raspel

Nachdem wir uns ein paar Gedanken über Sinn und Zweck den Einsatz eines zweiten Routers gemacht haben, kommen wir jetzt dazu, auszusuchen was wir an Hard- und Software brauchen.

Hardware

Als Hardware kommen kleine aber leistungsfähige Einplatinen-Computer in Betracht. Sie nehmen wenig Platz weg und brauchen wenig Strom. Sie sind vollständig aus der Ferne via ssh zu administrieren:

  • Raspberry Pi
  • Banana Pi
  • Odroit

Software

Fertige Firewall Distributionen

Hier gibt es sehr viele Lösungsansätze:

https://www.linuxlinks.com/firewall/ https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_router_and_firewall_distributions

Darauf gehe ich jetzt nicht weiter ein, weil ich weder Zeit noch Möglichkeiten habe, hierfür Umgebungen aufzubauen und zu testen.

Softwarebausteine

  • Debian Linux (Betriebsystem)
  • iptables (Firewall Backend)
  • ISC Bind (DNS)
  • ISC DHCP
  • NTP (Zeitservice)
  • fwbuilder (Firewall Frontend, optinal)
  • ufw (Firewall Frontend, optinal)

Management

Wenn man anfängt, so etwas selber aufzubauen, wird man nicht umhin kommen, vieles von der Kommandozeile aus zu administrieren:

  • Erstellen von Firewallregeln
  • Test, Start und Stop der Firewall
  • Eintragen von IPs und MAC-Adressen im DNS und DHCP
  • Test, Start und Stop der Dienste für DNS und DHCP

Im Laufe der Zeit wird man vieles in Form von Scripten automatisieren. Anpassungen und Veränderungen sind dann sehr viel einfacher und flexibler möglich. Es ist eine Art der Evolution...

Fazit

Ich will nicht sagen, dass sowas einfach und an einem Tag zu machen ist. Es ist auch bestimmt nichts für Einsteiger. Es sind Kenntnisse im Umgang mit Linux Servern, Netzwerken und Netzwerkdiensten erforderlich. Für all dieses finden wir im Internet jede Menge Beispiele. Somit lohnt es sich auf jeden Fall. Bei mir in meinem LAN laufen jede Menge Server, PCs und IOT-Geräte so sicher wie möglich in einem doppelt “genattettem” Netz, ohne dass irgend jemand darauf Zugriff haben wird. Der Router meines Providers kann von einem möglichen Angreifer erobert werden. Mein eigener Router eher nicht.

Ausblick

Im nächsten Teil zeige ich eine ganz einfache Lösung eines eigenen Routers, der nicht viel mehr kann als der Plasterouter des Providers. Wo kommt das WLAN her? Auf welchem Gerät lasse ich Dienste wie DNS, DHCP und NTP laufen? Die letzt genannten Dienste sollen nicht auf dem Router laufen. Soviel sei schon mal verraten.

 
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from Imkes Gedanken

Ich entdecke #writefreely

Beiträge als Menüpunkt anpinnen

Irgendwie ist es mir gerade gelungen, meinen ersten Blogbeitrag anzupinnen und daraus einen Menüpunkt zu machen. Nun kann ich es aber nicht mehr rückgängig machen. Ich finde diese Ansicht einfach nicht mehr ... Muss wohl noch weiter wild herumklicken. ;–)

Nachtrag

Gerade habe ich herausgefunden, wie ich den Beitrag wieder lösen kann: Wenn ich meinen Blog geöffnet habe und mit der Maus über die Überschrift des Beitrags fahre, erscheint dort diese Möglichkeiten:

edit | pin/unpin | delete | change to draft

WriteFreely am Handy

Eine App scheint es für Android nicht zu geben, daher habe ich mich einfach im Browser eingeloggt. (Kleinere) Beiträge schreiben klappt so eigentlich ganz gut. Verlinkungen wären mir jetzt gerade zu frickelig, auch das Einbinden von Fotos. Aber das muss ja auch nicht (immer) sein.

 
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from Imkes Gedanken

Mich beschäftigen zur Zeit sehr viele Themen und ich habe das Bedürfnis, über diese Themen zu schreiben. Keine Bücher, aber auch mehr als auf Mastodon möglich ist. Außerdem möchte ich meine Beiträge etwas gebündelt haben. Das versuche ich nun hier.

Vielen Dank an Hagen, der mir einen Einladungslink zugeschickt hat!

Nun geht es aber nochmal ins echte Leben, zu einem Thema, das mich auch beschäftigt – und worüber ich hier vielleicht sogar noch mehr schreiben werden: Kleidung reparieren. Ich suche gleich mal mein Handy und mache ein Fotos des zu stopfenden Lochs. Das vergesse ich nämlich grundsätzlich. ;–)

 
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from LindKernig

Ich war in Ferien. Einmal mehr. Schallend Schallala singend. In den Bergen war ich. Auf schmalen Pfaden durch märchenhafte Landschaften wanderte ich unter Steilwänden und schrie sie an: 'Schallalaaa' und 'Hallo Echo' und 'Hallo Wehehehellllt'. Welt vor vierhundert Jahren, du wunderbares unvollkommenes, verdorbenes Ding von einem Planeten, du. Ich fühlte nichts. Ich fühle nie, wenn ich auf Reisen gehe. Ich fühle seit meinem Tod nicht mehr. Wie auch. Ich weiß nicht, wie oft ich diese kurze Episode schon durchlebt habe, wie ich mitfieberte auf der Wanderung des Irgendlink-Kollektivs im Jahr 2022. Das erste der zehn Heißen. Ich liebe diese Ferien. Im Archiv der Monddatenbank sind neben viel unnützem, überaltetem Wissen auch einige frühe Weblogs gespeichert, in die man als moderner, körperloser Reisender eintauchen kann. Man kann neben Strickkursen (wozu stricken, wenn es keine Körper gibt, die die Pullover tragen?), Kochtipps (wozu kochen, wenn es keinen Magen gibt, der das Essen verdaut, keine Geschmacksnerven, keine Klos um die gewechselten Stoffe auszuscheiden?) und lustigen Haustierblogs (wozu Haustiere, ist dir nicht mehr Mensch sein nicht genug?) auch eintauchen in einige Reiseblogs und da wird es dann wirklich interessant. An dieser Stelle ein dreifach schallalallendes Hoch auf die Antike Bloggosphäre, die, vorangetrieben durch ganz normale Menschen für ganz normale Menschen ein breites, unkontrolliertes Wissen und letztlich auch ein sehr präzises Bild der damaligen Zeit erhalten hat. Mit Furt bin ich schon mehrfach rund um die Welt velozipediert. Wahlweise tauche ich in den wenigen erhaltenen Dokumenten der Radical Dude Society ein in die Mysterien einer rätselhaften Geheimgesellschaft die von sich selbst sagt, einer der einflussreichsten Think Tanks der damaligen Zeit zu sein. Mehr noch, als Toter, so wie ich, der nur noch eine Tabelle seiner Selbst ist, habe ich die Chance, mich irgendwo im Gewirre der frühen SQL-Datenbanken einzunisten und allerlei aktiven Unfug zu treiben. Aktiv, schreibs in großen Lettern AKTIV mit viel Eins11elf dahinter. So begann es also mit diesen Texten, die du hier liest. Ich bin mir nicht sicher, ob sie es durch die Zeit ins 21. Jahrhundert finden. Möglich ist es jedenfalls. Vergiss alles, was du über Zeitreisen glaubtest zu wissen. Alles was du an dieser Stelle liest, habe ich in ferner Zukunft verfasst. Oder in der Vergangenheit? Für mich spielt es ja keine Rolle. Kein Körper, kein Gefühl, kein Ort, keine Zeit. Ich bin. Und ich habe einen Weg gefunden, im Fimidiverse neue Tabellen anzulegen. Ich betreibe aktive Geschichtsschreibung (vs. passive Geschichtsschreibung), sagen wir es mal milde, obschon es sich wohl vor dem hohen Rat eher wie Geschichtsfälschung ansehen wird. Darauf steht Löschung. Ich muss das trotzdem tun. Sonst ende ich als Irrer. Die antike Weltenbeschreibung der frühen Reiseblogs aus dem Irgendlink-Cluster haben es mir besonders angetan. Die Berichte, die offenbar direkt während der Reise ins Netz eingebunden wurden faszinieren mich besonders. Auf eine Hand voll Blogadressen verteilt bereisen die Protagonistinnen und Protagonisten den Kontinent Europa. Meist wandernd oder per Veloziped. Ich rede von ein paar tausend rohen, ungefeilten Echtzeitdokumenten die das Leben auf der Straße feiern, das Hohelied vom Vorankommen singen, Zeugnis ablegen von Leid und Mühsal aber auch Freude und Glück. Was die Blogtexte für mich persönlich aber besonders interessant macht ist, dass manche von ihnen meiner einstigen Heimat am allernächsten sind. Welch ein Glückfall, dass eine der Wanderungen fast vor meiner Haustür stattgefunden hatte. In den steilen Bergen die das Rhonetal säumen stand meine Wiege. Unsere Familie hatte ein kleines Anwesen im ehemaligen Furka Basistunnel, direkt unter dem Hungerberg. Wir waren eine jener Endzeitfamilien, die die 'richtige' Erde noch erleben ... durften? Durften ist nicht richtig. Mussten? Konnten? Sollten? Zeugnis ablegen in einer Zukunft der Dekörperisierung ach ich weiß es doch auch nicht. Mein Faible für das alte Genre Blog, das sollte an dieser Stelle klar geworden sein, ist also aus eigenem Interesse geboren und es ist letztlich das, was mich überhaupt antreibt, diese Texte zu verfassen. Ich nutze das frühe Webformat deshalb so gerne, weil es meinem derzeitigen Dasein so schön nahe kommt. Sind wir, in der Existenz Abgespeicherten, nicht alle eine Ansammlung von Tabellen, die miteinander verknüpft sind? Jeder Mitbewohner, jede Mitbewohnerin, die es geschafft haben, ihre Erinnerungen in die Existenz zu retten, ist ein Konglomerat aus Tabellen, das sich mit anderen Tabellen zu einer großen Datenbank mischt und das ausmacht, was wir sind, unser Leben, ach Leben, davon kann keine Rede sein, unsere Existenz eben. Ich fühle nichts, wenn ich mich in die Texte und Landkarten und Bilder des wandernden Irgendlink-Kollektivs begebe. Ich kann nicht fühlen. Nicht mehr. Es gibt nur noch das Vergangene, das sich wieder und wieder wiederholt und das Variationen bereit hält. Dem zu entrinnen ist mein Ziel. Meines und Karlas. Es hat jedoch Zeit, die Flucht zu planen, wobei Zeit das falsche Wort ist, denn Zeit in diesem Sinne gibt es ja nicht mehr. Ich kann also getrost in die 'Ferien' gehen und wer weiß, vielleicht ist das sogar wichtig im Blick auf eine mögliche Zukunft. Die Flussnotenwanderung, an der ich des Öfteren partizipiere, ist mir ein Training für die echte Welt, die es hoffentlich eines Tages wieder für mich und Karla geben wird. Ich tauchte für acht Tage ein in die Flussnotenexpedition des Irgendlink-Kollektivs – einer Hand voll Menschen, die sich bloggend und recherchierend durchs ehemalige Flusstal schwitzten. Es war heiß. Ein Fluss durchströmte das Tal. Ein grünes, kanalisiertes Etwas, das die Kälte der Berge mit nach unten nahm. Gespeist von einem Gletscher. Das waren ewige Eisformationen, die in jedoch der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts abschmolzen und die Dürre einleiteten. Insofern waren sie doch nicht ewig. Ich bin ewig. Momentan. Alles andere, alles was Hand und Fuß hat (ahahaha), was Fleisch, was Körper, Seele und Geist hat, ist verderblich, kann rosten, verwandelt sich am Ende in Staub und Rost und Salz und Wasser. Nuja, vielleicht fühle ich ja doch manchmal. Mitfühlen. Die Expedition, die ich nun schon unzählige Male nacherlebte, scheiterte krachend nur wenige Kilometer jenseits des östlichen Eingangs des Furka-Basistunnels. Das macht etwas mit einem, wenn man mitlesen darf, wie ein Lebensträumchen platzt oder auch zwei oder drei. Es ist ein kitzeliges – ich will es nicht Gefühl nennen – Erinnerungsstück an längst vergangene körperhafte Tage. Immer wenn ich die Flussnoten durchlebe, tauche ich in Sphären ein, in denen meine Protagnistin und mein Protagonist 'etwas unbedingt wollten und nicht bekamen'. Ein Ziel zu erreichen, es sich vorzustellen, sich eine Karte malen, den Weg dahin bis auf Meter genau zu kartografieren und dann wegen welch auch immerer Äußerlichkeiten nicht hin zu gelangen. Gibt es etwas Spannenderes? Ach Äußerlichkeiten! Was gäbe ich um Äußerlichkeiten! Echte Temperaturen. Echte sengende Sonne. Echter Staub, echte UV-Indexe, Sonnenbrillen, wunde Zehen, Zehen überhaupt. Einen Körper, einen fünfzehn Kilo schweren Rucksack, immerhin etwa vier Kilo auf dem Mond ... danke, Kollektiv, dass ich mitwandern durfte, mitwandern darf, immer und immer wieder. Die Ferien sind vorbei mal wieder. Ich sah den Eingang zum Furkatunnel als grüne, von Dunstwolken verhangene Szene. So wie ich ihn zu Lebzeiten niemals zu Gesicht bekommen hatte. Ich wandelte auf schmalen Pfaden entlang murmelnder Bewässerungskanäle. Ich sah die Welt wie ich sie zu Lebzeiten nie gesehen hatte. Vierhundert Jahre liegen zwischen den 'Zehn Heißen' und meiner Geburt. Und eine nicht benennbare Zeitspanne ist seit meinem Tod vergangen. Als ich geboren wurde, gab es weder den Fluss, noch Gletscher, noch Wolken. Die Erde sah so aus, wie es das Kollektiv in den Flussnoten an einer Stelle gegen Ende der Wanderung beschrieb: > “Wenn die Welt zweidimensional wäre oder ein Gemälde. Ein Endzeitgemälde. Gelber Himmel, wuchtige Quellwolken. Nur der Westwind lindert die Glut. Dunst liegt über dem Tal. Eine schwer zu beschreibende Athmosphäre. Hinter der vergilbten Luft ist jedenfalls auch Blau zu vermuten. Ein helles, milchiges Blau.” Herrlich. Was gäbe ich um ein Blau hinter einem Gelb, Dunst und Staub und eine auf der Spitze stehende athmosphärische Pyramide. Im Grunde kannst du, der du dies liest dir diese meine Ferien wohl am ehesten wie Träumen vorstellen. Tagträumen. Ein Kratzen an der granitenen Oberfläche des Fühlens. Harte Nuss, ich weiß. Ich weiß nicht wie lange ich weg war. Ob acht Erden Tage – wie das Flussnoten-Kollektiv auf Wanderschaft – oder länger oder nur wenige Sekunden. Manchmal bilden sich Schleifen, lebt man länger in diesen Ferienträumen als einem lieb ist, wiederholt sich der Tag, springt die Zeitspur, baumelt man nicht gezählte Minuten in seiner geistigen Hängematte. Ich glaube, man nennt es Sein. Aber im negativen Sinne. Ich erwache. Die Reise ist noch gar nicht zu Ende, aber etwas reißt mich aus der Tabelle. Ein Plätschern. Kälte. Nässe. Gestank. So muss es sich angefühlt haben, als Mensch aus Fleisch und Blut aus einem Traum zu erwachen, unruhig hin und her wälzend, verschwitzt. Im weichen Bett rutscht die Hand unter der Bettdecke hervor, berührt den Boden, spürst du die Kälte, die Nässe und im ersten Lidschlag steht ein Wuffzie vor dir und tut das einzige was er als mechanisches Wesen tun kann: Er pisst. Per SQL-Abfrage weise ich Augenreiben an, Gähnen, sich recken und auch einen guten Schuss Alp weise ich an. Versuche die Realität, aus einem Alptraum zu erwachen rein erinnerungstechnisch, so getreu wie möglich nachzubilden. Ich liebe Alptraumsimulationen. Sie bringen so etwas 'Echtes' in die Eintönigkeit der Existenz, finde ich. Und man kann die Erinnerung an Zeit, verrinnende Zeit so gut spüren. Ich weiß, dass das Selbstlüge ist, aber es funktioniert. Gleich wird der Wuffzie wieder verschwinden, ich werde die Hand heben, sie betrachten, werde mir selbst Verwunderung vorgaukeln und dann ist die Existenz wieder voll präsent. Gleich. Jetzt. Nun. Sofort ... nochmal: JETZT! Also eigentlich? Ich simuliere Recken und Augenreiben. Wie lange schon? Stunden? Tage? Monate? Wieviel Zeit wohl vergangen wäre, wenn es Zeit gäbe? Der Wuffzie bleibt und pisst. Der ist echt, ich sehe das doch. Aber das kann doch nicht sein. Was zur Hölle?! Ein Alptraum nimmt seinen Lauf. Das begrüße ich.

 
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from LindKernig

Wie Lappen lagen die Hochdruckgebiete über der nördlichen Hemisphäre. Es ist lange her. Es gab Wetter und es blieb wochenlang. Ernten fielen aus. Das Schicksal nahm seinen Lauf. Letztlich verdanke ich meine ersten Lebensjahre in der Dunkelheit der Tunnel den Hitzelappen. Nun, in der Existenz, nur noch Schatten meiner Selbst, zur Tabelle einer kosmodämonischen Datenbank geworden, finde ich es ein bisschen hanebüchen, einen waghalsigen Gedankensprung von den klimatologischen Hitzelappen des frühen digitalen Zeitalters zu wagen bis hin zum, ja, nennen wir es Ausflug, den ich hin und wieder wage. Dann, wenn ich die Grenzen der Tabellen überwinde und mich in, für mich jedenfalls, Neuland begebe. In Welten von vor hunderten Jahren. Hinein in die Abenteuer der Vorangegangenen. Der Ahnen. Ich benehme mich dann nicht anders als einer jener Hitzelappen. Ich bleibe, so lange es mir gefällt. Jemand sagte einmal: Es ist egal, wie oft dein Pfad schon begangen wurde. Wenn du ernsthaften Schrittes voran gehst, wirst du selbst auf den ausgelatschtesten Wegen Neues entdecken, wird sich der Weg mit dir vermählen, werdet ihr Kinder zeugen, du und der Weg, und es wird etwas Neues auf all dem ausgelatschten Alten entstehen. Ich weiß nicht mehr, in welchem Blog ich das las, das in der spärlich ausgestatteten lunatischen Datenbank archiviert ist. Ich bin so dankbar, dieses Reiskorn von Spruch gefunden zu haben. Es scheint mir so wahr. So echt. Ein unvollständiger, vom Gefühl zwar abgekoppelter Versuch, authentisch zu 'leben', es wenigstens zu versuchen. Letztens habe ich eher unpfleglich an diesen Dokumenten gearbeitet, musste viele Texte, die ich noch nicht für 'reif' hielt, zurückhalten, habe sie in den Entwurfsordner gerettet. Ich muss nachdenken, feilen, wie so ein guter alter Schriftstseller aus dem 21. Jahrhundert. Ich, der in einer völlig durchgetakteten Welt lebt, die sowohl räumlich beschränkt ist, als auch zeitlich auf dem Niveau der Gegenwart stehen geblieben ist, wage mich in Sphären, die längst vergangen sind. Manchmal komme ich mir vor wie ein Zeitreisender, wie 'der Doctor'. Es ist geradezu paradox, wie eingeschränkt ich bin, des Körpers und Gefühls beraubt, um jegliche Zukunft geprellt und wie leicht es mir fällt, mich durch die Datenbankbereiche zu bewegen als gäbe es überhaupt keine Grenzen mehr – ich bin so froh, dass mir dieses 'Husarenstück' gelingt. Ich verknüpfe mich nun mit einem antiken Reisebericht zweier längst verstorbener Menschen und werde auf der Erde umher spazieren für ein paar Wochen. Die Dokumente wurden gerettet und sind unter https://flussnoten.de verfügbar. Meine Faszination für die #Flussnoten hat natürlich einen Grund, spielt die Geschichte doch in der Heimat meiner Kindheit, ein zwar düsteres, aber auch von echter Schwerkraft gesegnetes Kapitel meines Lebens. Unsere Familie lebte während der Endzeit im Furka Basistunnel zusammen mit einer halben Million anderer armer Teufel, nun, genau dort führt uns die gut dokumentierte Datenbank hin in eine Erde mit Atmosphäre, Leben, Schmutz, Gewalt, aber auch viel Freude. Und nein, der Bericht führt nicht in den Tunnel, sondern zu den Katarakten eines wilden Baches, der unweit des Tunnelschlunds seinen Lauf nahm. Er hieß Rhône.

 
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from HDValentin

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In diesem Video erklärt Anita, aus Nepal, wie die berühmten nepalesischen Momos gemacht werden. Bestimmt freut sie sich über einen Like auf YouTube.

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Auf dieser Seite findest Du mehr über das Happy Heidelberg-Video und dessen Entstehung. Das war mein Großprojekt im Jahr 2014.

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